IBA_LOGbuch N°1

Die Wissensstadt von morgen | Reflexionen

Zum Beispiel Heidelberg: Forschung und Wissen im urbanen Umfeld

Mit dem LOGbuch N°1 verdeutlichen wir wissenschaftlich, aus interdisziplinären Blickwinkeln, in nachdenklichen bis heiteren Short Stories und in fotografischer Beobachtung die Besonderheit Heidelbergs.

In diesem ersten LOGbuch, das die IBA Heidelberg im vierten Jahr ihres Bestehens herausgibt, wird das ambitionierte Thema Wissen | schafft | Stadt ausgelotet und in seiner Relevanz für Heidelberg als Programm gefasst. Der erste Teil erläutert die Grundlagen des Diskurses über Stadtentwicklung im Kontext der Wissensgesellschaft und analysiert die konkrete Situation in Heidelberg. In einem zweiten Teil diskutieren Wissenschaftler, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft über die vier Hauptthemen der IBA Heidelberg: Wissenschaften und Lernräume, Vernetzung, Stoffkreisläufe und Koproduktion. Im dritten Teil wird die Heidelberger Situation im Kontext eines aktuellen soziologischen Forschungsprojekts unter dem Aspekt der Multilevel Governance analysiert.

Der besondere Reiz des LOGbuch N°1 liegt im Zusammenwirken wissenschaftlicher Beiträge, interdisziplinär besetzter Gesprächsrunden und Kurzgeschichten von Publizisten, die Fragen der „Wissensstadt von morgen“ in einen alltäglichen Kontext stellen. Ergänzt wird der Band mit Aufnahmen des Heidelberger Fotografen Oliver Mezger und einem ausführlichen Glossar.

Das IBA LOGbuch N°1 kann online bei Parkbooks erworben werden.

Trialoge

Trialog_1 | Wissenschaften

Heidelberg ist eine »Knowledge Pearl«, eine Wissenschaftsstadt, deren Zukunft nicht dem Zufall überlassen sein will. Willem van Windens Analysen zu Indikatoren und Typologien von Wissenschaftsstädten (siehe Seite 50) sind die Grundlagen eines Gesprächs. Ernst Hubeli – Mitglied im Kuratorium der IBA Heidelberg – führte es mit Kai Vöckler, der als Urbanist an der HfG Offenbach tätig ist, und Ulrike Gerhard, die als Humangeographin an der Universität Heidelberg lehrt und forscht. Ernst Hubeli lenkte die Diskussion vom Allgemeinen ins Besondere, von Wissensorten zu Universitäten in all ihren Beziehungsgeflechten, in denen sich – auch dank weiterer Akteure – Gleichgewichte verschieben. Zum Trialog_1

Trialog_2 | Lernräume

Leben wir tatsächlich in einer »offenen Gesellschaft«? Und wenn, in welchen Räumen kommunizieren und lernen deren Mitglieder? Karl-Heinz Imhäusers Thesen zur Verortung des Wissens und zur Weitergabe von Wissen in einer offenen Gesellschaft (siehe Seite 62) diskutierte Carl Zillich, kuratorischer Leiter der IBA Heidelberg, mit Angela Million, die als Planerin an der TU Berlin am Thema lokale Bildung und Stadtentwicklung forscht, und Anne Sliwka, die sich als Professorin für Schulpädagogik in Heidelberg schwerpunktmäßig mit Schulentwicklung im internationalen Vergleich und mit fragen der Diversität an Schulen befasst. Zum Trialog_2

Trialog_3 | Vernetzungen

Als Wissensstadt muss Heidelberg seinen Bürgern beste Vernetzungen anbieten. Michael Braum, Direktor der IBA, unterschied in seinem Trialog drei Arten von Vernetzung: die räumlich-bauliche, die sich städtebaulich und architektonisch niederschlägt; die mobilitätsbedingte, die wir in Verkehrsinfrastrukturen finden, und die digitale, die im Kontext der Industrie 4.0 und der »Smart city« debattiert wird. Er sprach mit dem Sozialwissenschaftler und Mobilitätsforscher Weert Canzler und dem Chief Operating Office user Experience & Design, SAP Se, Michael Augsburger über Thesen von Wilhelm Klauser. Zum Trialog_3

Trialog_4 | Urbane Stoffkreisläufe

In dieser Gesprächsrunde ging es um Aspekte des »urbanen Metabolismus». Als Mitglied des IBA-Kuratoriums unterhielt sich Undine Giseke mit dem niederländischen Landschaftsarchitekten und Biennale-Kurator Dirk Sijmons und dem Heidelberger Umweltphysiker Werner Aeschbach, der dem Heidelberg »center for the environment« vorsteht. Im Trialog ging es auch um die konkreten Konsequenzen, die ein metabolisches Stadtverständnis für Heidelberg haben kann – etwa in großen Konversionsprojekten wie dem Patrick-Henry-Village oder kleineren wie einem Energiespeicher der Stadtwerke oder dem Landwirtschaftspark in der südlichen Bahnstadt. Zum Trialog_4

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Titelinformation und Erwerb

Herausgegeben von der IBA Heidelberg. Konzept von Michael Braum und Carl Zillich mit Ursula Baus und Wolfgang Bachmann

1. Auflage, 2017
Broschiert
144 Seiten, 41 farbige und 2 sw Abbildungen
19 × 25 cm
ISBN 978-3-03860-044-2

Onlineerwerb bei Park Books | EUR 29.00 | CHF 29.00

Autoren und Herausgeber

WERNER AESCHBACH

MICHAEL AUGSBURGER

WOLFGANG BACHMANN (*1951), Architekt, freischaffender Architekturkritiker und Publizist. Ehemaliger Chefredaktor und von 2011–2013 auch Herausgeber der Fachzeitschrift Baumeister.

THERESIA BAUER

URSULA BAUS

MICHAEL BRAUM, Stadtplaner und Städtebauer. 2008–2013 Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. Professor an der Leibniz Universität Hannover.

WEERT CANZLER

SIMIN DAVOUDI

BERNHARD EITEL

ANDREAS EPPLE

ULRIKE GERHARD

UNDINE GISEKE

ERNST HUBELI

KARL-HEINZ IMHÄUSER

WILHELM KLAUSER, Gründer und Geschäftsführer von InitialDesign, Berlin/Paris. Als Autor, Architekt und Stadtplaner u.a. in Paris und Tokio tätig.

KLAUS R. KUNZMANN

ARNO LEDERER

ALI MANDANIPOUR

HARALD MARTENSTEIN

ULF MATTHIESEN

ANGELA MILLION

JULIAN NIDA-RÜMELIN

JÜRGEN ODSZUCK

CHRISTA REICHER

LARS REICHOW

ULLRICH SCHWARZ, Geschäftsführer der Hamburgischen Architektenkammer sowie Professor für Architekturtheorie an der HafenCity Universität Hamburg.

KLAUS SELLE

STEFFEN SIGMUND

DIRK SIJMONS

ANNE SLIWKA

ALEXANDRA STAUB

ERIK SWYNGEGOUW

KAI VÖCKLER

HEINRICH WEFING

WILLEM VAN WINDEN

ECKART WÜRZNER

CARL ZILLICH

Einblicke

Einige Einblicke in das LOGbuch erhalten Sie auf den Seiten von Park Books

Zusätzliche Essays

Klaus R. Kunzmann | Stadtpolitik in Städten des Wissens – Akteure und Perspektiven

Klaus R. Kunzmann skizziert in seinem Beitrag, welchen Einfluss diese vier Gruppen auf eine Stadtpolitik haben, die das Wissen in der Stadt weiter entwickeln möchten, aber auch, wie das umfangreiche Wissen dieser vier Gruppen für die Stadtentwicklung besser genutzt werden kann.
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Simin Davoudi, Ali Madanipour | Multilevel Governance und Stadtentwicklung – Beispiele aus England

Wie funktioniert die Stadtentwicklung in europäischen Universitätsstädten, die mit Heidelberg vergleichbar sind? Stadtentwicklung unterliegt generell Interessen einer globalen Wirtschaft, konkret in Universitätsstädten überlagern und vernetzen sich die Interessenslagen und Machtbereiche in spezifischer Weise. An Beispielen aus England lässt sich die Rolle von Universitäten in der örtlichen Politik- und Planungsgestaltung auch als Reaktion auf den Globalisierungsprozess verdeutlichen.
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