SZENARIO 4 | Stoffkreisläufe + Freiraum | Herbert Dreiseitl (Ramboll Liveable Cities Lab) mit Katrin Bohn (University Brighton)

Die produktive Stadt

Die Identität eines neuen PHV entwickeln Herbert Dreiseitl und Katrin Bohn aus der Landschaft heraus: In ihrem Szenario wird das komplette Quartier und nicht nur dessen einzelne Teile als Stoffkreislauf gedacht. So soll der neue Stadtteil nicht nur Ressourcen verbrauchen, sondern sie auch recyceln und herstellen. Dreiseitl und Bohn schlagen dazu vor, das PHV in kleinere Einheiten (‚Cluster’) zu untergliedern, die Raum für umweltorientierte Experimente bieten. Vorteil: Die Risikobereitschaft für die Anwendung neuer Technologien und Prozesse ist höher, wenn statt einer großen Lösung viele kleinräumige innovative Experimente gestartet werden können. Durch die Gleichzeitigkeit verschiedener Ansätze entsteht eine große Vielfalt an Gebäuden, Lebensformen und technischen Lösungen, was die Widerstandskraft des Quartiers gegenüber äußeren Einflüssen erhöht und zugleich eine vielseitigere urbane Landschaft erzeugt. Die zukünftigen Bewohner des PHV machen Dreiseitl und Bohn in ihrem Szenario zu Konsumenten und Produzenten zugleich (‚Prosumer’), die wieder stärker eingebunden sind in die sie umgebende Landschaft und deren produktive Prozesse.

Eckdaten

  • Ort

    Patrick-Henry-Village Heidelberg

  • Ansprechpartner IBA

    Moritz Bellers
    Projektleiter
    IBA Heidelberg GmbH
    +49.6221.6586.5015
    m.bellers(at)iba.heidelberg.de